Probleme QAS Racepipe in Verbindung mit OEM-AGA (Scheppern/Abblasen)

  • So, ich hatte das bereits bei der "Konkurrenz" im Allgemein-Thread geposted aber ich denke hier passt es auch ganz gut.


    Hintergrund:
    Es hat sich herausgestellt, dass doch einige QAS Racepipe Besitzer (zumindest 2,75") Probleme mit dem Verbau dieser haben.


    Hintergrund ist

    • Zu geringe Aufweitung der Racepipe Richtung Dichtung der OEM-Downpipe
    • Undichtigkeit Richtung Abgasanlage und Scheppern


    Ich habe die gesammelten Lösungsansätze zusammenfasst und stelle Sie hier nun auch dar:


    Step 1:



    Nach der Demontage des OEM-Nachkats sollte zuerst die Flanschdichtung an der OEM-Downpipe gereinigt werden.
    Da die Aufweitung (zumindest bei der 2,75" QAS RP) zu gering ist, muss die RP zunächst "soweit wie es nur geht" auf die Dichtung aufgeschoben werden. Dies muss ggf. etwas "männlicher" geschehen.
    Nun ergibt sich die Herausforderung, dass der Abstand von Flansch zu Flansch zu groß ist um die OEM-Schrauben problemlos wiederverwenden zu können. Wir erinnern uns: die QAS RP läßt sich bei weitem nicht so weit über die Dichtung schieben wie der OEM-Nachkat.
    Des weiteren besitzt der OEM-Flansch der Downpipe ein asymetrisches Feingewinde. "Einfach so" längere Schrauben verwenden -> Fehlanzeige


    Ich liste jetzt hier einige der genannten Möglichkeiten auf:

    • eine OEM Schraubenfeder zweiteilen und diese Verwenden
    • andere Schraubenfedern verwenden
    • auf die OEM-Asymetrisch-Schrauben eine andere Schraube(n) aufschweißen (dient als Verlängerung) -> OEM Schraubenfedern können vollständig übernommen werden
    • ....oder ein anderer Trick 17 um die beiden Flansche unter Verwendung von Schraubenfedern korrekt verschrauben zu können.


    Inwieweit das kürzen der Federn oder das Verwenden komplett anderer sich auf die Funktion dieser auswirkt....kann zumindest ich keine Aussage treffen.
    Daher empfehle ich hier eine Methode die das vollständige Verwenden der OEM-Schraubenfedern gewährleistet (bspw. das genannte Aufschweißen)


    Es ist absolut nicht zu empfehlen, die OEM-Schrauben mit Federn so reinzupressen (das geht mit Kraft nämlich ebenfalls), dass sich diese zwar verschrauben lässt aber die Schraubenfedern komplett zusammengedrückt sind. Damit stellt man eine starre Verbindung her, welche im Worst Case ein Reißen der Komponenten verursachen kann


    Step 2:
    Die Erfahrung zeigt, dass (vorausgesetzt die RP sitzt weit genug über der Dichtung) hier i.d.R. alles dicht und fest verbaut werden kann. Einzige Hürde sind wie genannt die Federn+Schrauben.
    Widmen wir uns nun der anderen Seite Richtung Abgasanlage, welche sich als das "Problemkind" herausstellt.
    Solltet Ihr beim Ansetzen der RP schon im Ansatz festellen, dass die RP-Dichtung sich nicht wirklich einsetzten sondern nur "aufsetzen" lässt (die Dichtung muss logischerweise im Abgasrohr sitzen sonst bläst sie ab), dann sitzt die RP an der OEM-Downpipe nicht weit genug über der Dichtung. Womit wir wieder bei Step 1 landen.


    Ist die RP Richtung AGA nun mit der Dichtung eingesetzt, sollten nun die mitgelieferten Schrauben samt Beilegscheiben + OEM-Schraubenfedern + Selbstsichernde Mutter verwendet werden. Die Muttern müssen soweit angezogen werden dass der Flansch "auf Press" ist, die Federn jedoch noch ihre Funktion erfüllen.
    Nun scheint die RP im ersten Augenblick absolut dicht und fest zu sein.
    Durch bereits genannte Lastwechsel oder aber dem morgendlichen Kaltstart (Vibrationen) scheppert die RP in Ihrem Flansch. Parallel dazu bläst sie i.d.R. auch leicht ab. Lange Rede kurzer Sinn -> Jedweliges Scheppern wird i.d.R. durch Vibrationsberührung der RP in Ihrem Flansch Richtung Abgasanlage erzeugt.
    Was im ersten Moment als "Dicht und Fest" erscheint, kann z.B. ein Lastwechsel wieder zunichte machen.




    Step 3:
    Hier wurde auch bereits irgendwo von einem anderem User genannt: Punktschweißen.
    Dies ist die einzig sinnvolle Lösung.
    Nachdem in Step 2 genannte Schritte durchgeführt wurden, sollten insgesamt 4 Schweißpunkte gesetzt werden (2 oben/2 unten). Wir erzeugen damit eine starre Flansch-zu-Racepipe-Verbindung, wie sie auch bei OEM Teilen gängig ist.




    Das ist meine/eine Lösung, um das Scheppern vollständig zu beseitigen und die Racepipe komplett abzudichten.

    3 Mal editiert, zuletzt von Manu ()

  • Das Gewinde ist M10 x 1,25 Steigung. Sprich feingewinde.
    Meine Lösung und das scheppern bzw. Jegliche Bewegung zu verhindern, Gewinde ausgebohrt
    Und edelstahlsvhrauben mit selbstsichernde muttern drauf.
    Bewegt sich kein bißchen mehr. Nur noch am flexrohr :D

  • Sind auch M10x1,25 Metrischesfeingewinde. Wenn Bolzen brauchst sag bescheid. Hab grade bei mir welche angefertigt. jetzt Sind die Originalen Feder komplett verwendbar. DAs Problem war nur das mann keine Bolzen mit Kompletten gewinde bekommt so habe ich Rolinge gekauft und das Gewinde Selber geschnitten.

  • Zitat von d3 Base

    Die federn dienen für die Motorbewegung. Evtl reißt du dir sonst noch etwas ab, wenn du ohne federn fährst.
    Kannst noch etwas entgegen wirken, wenn du ein härteren Motorhalter einbaust.


    ok, ich fahr nämlich seit nem jahr ohne die federn rum da ich ein klappern hatte, nach dem entfernen der federn war es weg.
    sind bei der OEM pipe eigentlich auch federn dabei?

  • Zitat von d3 Base

    ok, ich fahr nämlich seit nem jahr ohne die federn rum da ich ein klappern hatte, nach dem entfernen der federn war es weg.
    sind bei der OEM pipe eigentlich auch federn dabei?


    Ja sind se. Ich hab bei der QAS Racepipe die OEM-Federn genommen...

  • Hey Neb das war nicht mein Zitat


    Das Hosenrohr (flexrohr) nimmt die Vibrationen ab von der aga & dient der Flexibilität der Motorbewegung.


    haha ja mani :D


    ach noch was. ich würde keine va schrauben benutzen. “Wenn“ du pech hast, frisst sie sich ein.
    Kann vorkommen muss aber nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von d3 Base ()