Forge PullType v2 Federn

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    • Ich habe eine rote und eine blanke übrig, jetzt ist die Frage welche ist verbaut und welche Farbe soll die blankene Feder sein. Mein ladedruck bricht nãhmlich ein und ich vermute es liegt am forge. Ich weiß nur ich konnte den kolben des bovs mit nem finger mit wenig kraftaufwand rein drücken. Zb. Beim alten forge hat man den deckel beim federtausch kaum drauf geschraubt bekommen, so stark war die Feder.



      Sinn und Unsinn, liegen beim Tuning nah, beieinander...


    • Wie habt ihr das v2 aufbekommen? Ich lese immer was von schrauben, an dem ventil ist aber keine einzige schraube zu sehen, nur unten an dem gummi kreis 2 Löcher. Bitte um hilfe... bei mir ist nämlich auch die gelbe vorinstalliert. Soll ich dann lieber gleich die rote nehmen? Haltedruck ist laut ilja bei ca 1.14 bar, u ca 320 ps

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    • Eine sicher nicht uninteressante Info bzgl. des Forge V2 PullTypes:

      Immer wurde gesagt, es kann bauartbedingt angeblich nicht undicht werden...
      Da ich heute meins zur regelmäßigen Wartung und Neuschmierung raus hatte, hatte ich spaßenshalber mir das BOV mal genau angeschaut und dabei rausgefunden, dass das mit dem "nicht undicht werden kann" Unsinn is...

      Hier erstmal 2 Bilder vom BOV

      Innenansicht, links oben Anschluss zur Coldpipe
      hinten die 2 Dichtungen und der Unterdruckanschluss


      Außen


      Ich habe schon öfters gelesen, dass der Ladedruck angeblich das Ventil schließt und geschlossen hält

      Das ist aber schlicht falsch, denn der Kolben steht im geschlossenen Zustand(Bild 2) so, dass der anliegende Ladedruck vor zur Kolbendichtung beim Recirc Anschluss anliegt und nicht auf der Rückseite vom Kolben, wo er (wie immer gesagt wird) das BOV abdichten soll.

      Warum kann der LD nicht den Kolben zudrücken? Der Kolben ist innen zwar deutlich kleiner als das BOV Gehäuse, so dass der Druck am Kolben entlang richtung Unterdruckanschluss strömen kann und tut, ABER: Es kommen dann die 2 Dichtungen innen, die den Kolben dichten und führen, somit kann der Kolben keinen Druckaufschlag von hinten bekommen. Der Druckaufschlag endet schlichtweg dort

      Im Endeffekt bedeutet das also, dass das V2 genauso bei höheren Drücken undicht wird, da der Ladedruck den Kolben vorne zurückdrücken möchte. Dagegen wirkt (wie beim Forge V1) nur die jeweilige Feder.

      Geöffnet wird das Ventil wiederum über den Unterdruck, der dann von der Drosselklappe kommt. Die Feder erfüllt dann den zweiten Zweck; den Kolben mit einer gewissen Geschwindigkeit in die Ausgangslage(dicht)
      zurückzudrücken.

      Hoffe euch damit ein wenig aufgeklärt zu habe, da ich selber immer der selben Meinung war

      ALPINE/GLADEN/ETON/HIFONICS/MFseries/Simota/Forge /CS/Raid/NWB/PIAA/VAST

      BOSE? Nein danke
    • Aber da wo du Unterdruck zum öffenn hast, hast du auch Ladedruck zum schließen, weil dort nimmst du zb. für Ladedruckanzeigen mit nem T-Stück den Druck ab.

      Nur mit Feder würde das ja gar nicht Funktionieren, weil diese ist nur zur Unterstützung ober bessergesagt auch zum von vorneherein zudrücken des Ventils wenn noch kein Druck anliegt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stefanmps ()

    • Tut es auch, weil die Masse in Bezug auf Ventile "komplett falsch gepolt" ist.

      Ein BPV oder BOV kann nur dann lecken oder undicht werden...wenn ein technischer defekt vorliegt, sonst nicht (bspw. kaputter Dichtting,Kolbenklemmer, gerissene Membran,...).

      Warum ist das so? (Dafür holen wir etwas aus)
      Es herrscht das physikalische Gesetz, dass immer ein Druckausgleich angestrebt wird. Ich denke da ist noch jeder bei mir.
      Was passiert, wenn man in einem Rauschschiff im Weltall die Tür aufmacht -> Druckausgleich *Wuuusch*
      Was passiert, wenn ich auf der Erde eine luftdichte Kammer mit Überdruck befülle und die Tür öffne -> Druckausgleich *Wuuusch*

      Warum passiert das nicht, wenn ich einen Safe daheim öffne?...weil auf beiden Seiten das selbe Druckverhältnis herrscht.
      Warum passiert das nicht, wenn ich daheim meine Wohnung komplett luftdicht mache und einfach die Haustüre öffne....weil auf beiden Seiten das selbe Druckverhältnis herrscht.

      Solange auf beiden Seiten eines Objektes oder Systems,etc. der selbe Druck herrscht, passiert überhaupt nichts.
      Deshalb könnt ihr auch eure Klotür auf und zu machen, ohne das auch jedesmal eine Überdruckwelle ins Gesicht ballert.


      Nun zurück zum Ventil:
      Wenn Ladedruck anliegt und die Drosselklappe geöffnet ist, herrschen auf beiden Seiten die selben Atmosphärischen Drücke...es "arbeitet" nichts gegen den Kolben oder die Membran.
      D.h. in diesem Zustand könnte ich auch die Feder durch ein Streichholz ersetzen (bildlich gesehen) und der Kolben würde sich nicht bewegen.

      Erst in dem Moment, wenn ich vom Gas gehe - und die Drosselklappe sich schließt - ändern sich auf beiden Seiten die Druckverhältnisse.
      Das muss als fließender Übergang gesehen werden. Hinter der Drosselklappe beginnt sich ein Unterdruck aufzubauen, vor der der Drosselklappe besteht nun ein Überdruck.
      D.h. erst jetzt habe ich sich aufbauende, unterschiedliche Druckverhältnisse.
      Erst jetzt arbeitet der Überdruck gegen den Kolben, da erst jetzt ein Druckausgleich angestrebt wird (den gab es davor ja nicht, weil auf beiden Seiten selbes Druckverhältnis).

      Und das Zusammenspiel zwischen sich aufbauendem Unterdruck und dem noch anliegenden Überdruck führt dazu, dass der Kolben/Membran geöffnet wird.

      Ist der Überdruck nun abgelassen, herrscht folgender Zustand:
      Hinter der Drosselklappe Unterdruck und vor der Drosselklappe normaler Atmosphärendruck wie draußen beim Rest rund um den Globus.
      Da wir hier (wie genannt) hinter der Drosselklappe den anliegenden Unterdruck haben, ist der Kolben/Membran geöffnet bzw. oben.

      D.h. immer dann, wenn Unterdruck anliegt ist der Kolben/Membran geöffnet bzw. oben (Im Stand, unter Teilllast, während des Gangwechsels,beim rollen lassen,etc.pp)

      Anmerkung: Das ist auch der Grund, wieso offene BOVs immer noch eine zusätzliche Membran (oder vergleichbar) haben, die die Öffnung an der Coldpipe verschließt, während der Hauptkolben oben ist.
      Darum kann man das OEM BPV auch nicht auf offen Umbauen, da er hier nun Fremdluft ziehen würde.

      Beginnt man nun Gaszugeben (auch das ist wieder ein fließender Übergang), öffnet sich die Drosselklappe und es verringert sich der Unterdruck und habe dann letztendlich wieder auf beiden Seiten das selbe Druckverhältnis.

      Halt! werden jetzt manche sagen...warum stehen dann auf den Federn (wie bspw. bei Forge) verschiedene Bar-Angaben drauf...und warum kann ich dann überhaupt die Vorspannung an anderen Ventilen ändern?
      Ganz einfach:
      Die Vorspannung und die Bar-Angaben beziehen sich nicht darauf, wie stark die Feder ist um gegen den Ladedruck zu arbeiten...denn wie genannt, gibt es nichts wogegen die Feder arbeiten müsste (außer den Kolben/Membran auf Position zu halten).

      Ich wiederhole mich kurz selber:
      Erst in dem Moment, wenn ich vom Gas gehe - und die Drosselklappe sich schließt - ändern sich auf beiden Seiten die Druckverhältnisse.Das muss als fließender Übergang gesehen werden. Hinter der Drosselklappe beginnt sich ein Unterdruck aufzubauen, vor der der Drosselklappe besteht nun ein Überdruck.D.h. erst jetzt habe ich sich aufbauende, unterschiedliche Druckverhältnisse.Erst jetzt arbeitet der Überdruck gegen den Kolben, da erst jetzt ein Druckausgleich angestrebt wird (den gab es davor ja nicht).


      Die Vorspannung und die Bar-Angaben definieren, wie schnell das Ventil öffnet. Je weicher, desto schneller "ballert" der Kolben/Membran nach oben und öffnet. Ist es zu hart, kann sich der Überdruck nicht zeitgerecht rausdrücken.
      Die Bar-Angaben als auch die Vorspannung beeinflusst ausschließlich, wie schnell sich das Ventil öffnet.
      Wenn ein Auto X mit (fiktiv) 1,2bar Ladedruck arbeitet...und meine Vorspannung oder verbaute Feder ist für 0,7bar...dann wird mir der Ladedruck den Kolben/Membran sofort komplett nach oben pressen.

      Es geht hier darum, den "Kompromiss", den "Komfort" oder auch die "Harmonie" herszustellen, wie schnell das Ventil aufgeht.

      Warum es nun Pull-Type und Push-Type heißt...es ist einfach eine andere Bauart. Vor allem das sich der Mythos mit den Undichtigkeiten ja überall beständig hält.
      Ein Ventil kann auch eine (fiktive) "BubbleFreak"-Technik haben...solange ein Ventil baulich nicht defekt ist und einfach nur dicht verschließt (damit nichts bei einem offenen BOV nach draußen flutscht oder bei einem geschlossenen in den Recirc)...kann nichts Undicht werden. Das habe ich (wie genannt) nur dann, wenn das Ventil aufgrund defekter Dichtungen, Kolbenklemmer, Membranriss bla bla nicht dicht abschließt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Manu ()

    • Ahh sehr gute Erklärung Manu. Ich dachte bisher immer, dass der Unterdruckschlauch wirklich nur mit Unterdruck funzt und dadurch kam ich zu der Erkenntnis oben. Dachte da ist noch irgend n Ventil zwischengeschalten, dass da kein ladedruck anliegt.

      ALPINE/GLADEN/ETON/HIFONICS/MFseries/Simota/Forge /CS/Raid/NWB/PIAA/VAST

      BOSE? Nein danke
    • Ich hab auch mal getestet... laut Angaben ist das original BPV ja mit der härtesten Feder ausgestattet im Vergleich zum Forge V2.
      Da ich zu hohen Ladedruck hatte, hab ich mal bischen rumgetestet. Hier mal die Peaks...
      Blau ohne Unterlegscheiben: 1,41 bar
      Gelb ohne Unterlegscheiben: 1,3 bar
      Stock: 1,28 bar

      Die rote werde ich die Tage noch probieren. Normalerweise müsste doch die gelbe und die blaue früher den Ladedruck loslassen als Stock mit der härteren Feder oder?

      Gruß